Ferrostadia

Geschichte

Die Schlaraffia Ferrostadia wurde am 17. Hornung a.U. 64 (17. Februar 1923) gegründet, als Tochter der Neostadia und Enkelin der Sempronia. Die Reychsfarben sind Blau-Gelb. Ihrerseits hat die Ferrostadia ein Tochterreych gegründet: die Malmöhus in Schweden (15. April a.U. 111), die am 30. April a.U. 163 wieder erloschen ist.

Von der Schnitzlerburg zur Schwalbenburg

Die alte Burg befand sich im Keller eines Hauses unseres ehemaligen Oberschlaraffen Rt Schnitzler am Pfarrplatz in Eisenstadt. Nach dessen Ahallaritt lief der auf 20 Jahre abgeschlossene Mietvertrag aus und wurde von den Erben, wegen Eigenbedarfs, nicht mehr verlängert.

So waren wir gezwungen, uns auf die Suche nach einer neuen Unterkunft zu machen. Nach längerem Suchen und der Prüfung mehrerer Möglichkeiten brachte Rt Miraculix die Mitteilung, dass im sogenannten „Leinnerhaus" in Eisenstadt, Rusterstraße 10–12, Räumlichkeiten seien, die für unsere Anforderungen eventuell geeignet wären.

Dieses Haus ist urkundlich erstmals im Jahr 1755 erwähnt worden. Die Mauern bestehen zum Teil aus echtem Sandstein, zum anderen Teil aus „altösterreichischen" Mauerziegeln. Die Decke wurde aus einer Vielfalt unterschiedlich gemauerter Bögen gebildet, aus denen Historiker die einzelnen Bauperioden gut ablesen können. Allerdings war alles in einem sehr schlechten Erhaltungszustand, sodass es uns bei der ersten Besichtigung unvorstellbar war, dass hier die neue Schwalbenburg mit Storchennest entstehen könnte.

Wir gingen trotzdem ans Werk. Viel Mammon und sehr viel Arbeit in Eigenregie waren gefragt, die von einer Reihe Sassen unseres Reyches wie selbstverständlich geleistet wurde. Ein Finanzierungsplan wurde erstellt, ein Architekt und der Vertreter des Hauseigentümers eingebunden, eine generalstabsmäßige Gesamtplanung der Arbeitsabläufe erstellt – und von den beschäftigten Firmen wie auch den eigenen, arbeitenden Sassen präzis eingehalten.

Der Umbau hat trotz sehr vieler Eigenleistungen rund 73.000 Euro verschlungen. Viele Reyche und Sassen, aus dem eigenen wie auch aus anderen Reychen, haben gespendet – der Storchenritter-Orden und einzelne Storchenritter brachten eine besonders beachtliche Summe zusammen. Planmäßig konnten wir die Burgweihe in der ersten Sippung am Beginn der Winterung a.U. 140 vornehmen und sippen seither fröhlich in einer, wie wir glauben, der schönsten Burgen des Uhuversums.

Unsere Traditionen

Zahlreiche Einritte verzeichnen immer wieder unsere traditionellen Groß-Sippungen: die Storchensippung am Samstag vor der Bastafeier (seit a.U. 97), die Ehrensauschädelsippung im Eismond (seit a.U. 100), die Martinisippung im Windmond (seit a.U. 97), dazu die Jägersippung, gestaltet von des Reyches Waidmännern, die Sippung der „Blauen Blume" und schließlich die zweijährig stattfindende Sippung des Regimentes der „Ganz blauen Dragoner zu Kismarton" (seit a.U. 120). Am 3. Dezember a.U. 148 konnten wir in unserer neuen Burg die 2.000. Sippung unseres Reyches feiern.

In den letzten Jahrungen haben wir das Sippungsgeschehen erweitert: Zur Martinisippung wurde der Ausrittorden „Ehrenganauser Orden" neu aufgelegt, der sehr gut angenommen wird. Und seit anno Uhui 162 wird als erste Sippung der Winterung Ende Herbstmond die Freibeutersippung auf einem Schiff am Neusiedler See zelebriert.

Als das östlichste Reych im westlichen Uhuversum bemühen wir uns sehr, schlaraffische Tradition weiterzupflegen. Die Vielzahl der Einritte zu unseren Sippungen beweist, dass uns das auch gelingt.

Weitere Eindrücke
Nächste Sippung: Turney zum Reychswort-Verdreher – 19. Oktober 2026