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Von der Schnitzlerburg zur Schwalbenburg

Die alte Burg hat sich im Keller eines Hauses unseres ehemaligen Oberschlaraffen Rt Schnitzler, am Pfarrplatz in Eisenstadt befunden. Nach dessen Ahallaritt lief der für 20 Jahre abgeschlossene Mietvertrag aus und wurde von den Erben, wegen Eigenbedarf, nicht mehr verlängert.

So waren wir gezwungen uns auf die Suche nach einer neuen Unterkunft zu machen. Nach längerem Suchen und Prüfung mehrerer Möglichkeiten, brachte Rt Miraculix die Mitteilung, dass im sogenannten „ Leinnerhaus” in Eisenstadt, Rusterstraße 10-12, Räumlichkeiten seien, die für unsere Anforderungen eventuell geeignet wären.

Dieses Haus ist urkundlich erstmalig im Jahre 1755 erwähnt worden. Die Mauern bestehen zum Teil aus echtem Sandstein, zum anderen Teil aus „ altösterreichischen” Mauerziegeln. Die Decke wurde aus einer Vielfalt unterschiedlich gemauerten Bögen gebildet, aus denen Historiker die einzelnen Bauperioden gut ablesen können. Allerdings war alles in einem sehr schlechten Erhaltungs- Zustand, so dass es uns bei der ersten Besichtigung unvorstellbar war, dass hier die neue Schwalbenburg mit Storchennest entstehen könnte.

Wir gingen trotzdem ans Werk. Viel Mammon und sehr viel Arbeit in Eigenregie waren gefragt, die von einer Reihe Sassen unseres Reyches, wie selbstverständlich, geleistet wurde. Von den Rtt Bank-Kraxi und Miraculix wurde ein Finanzierungsplan erstellt. In Absprache mit einem Architekten und dem Vertreter des Hauseigentümers erstellte Rt Konserverl eine generalstabsmäßige Gesamtplanung der Arbeitsabläufe, die von den am Umbau beschäftigten Firmen und auch den eigenen, arbeitenden Sassen präzis eingehalten werden konnte.

Dazu kamen noch weitere Aufgaben für einige unserer Sassen: Heizung und Klima, Rt Lüfterl; Strom und Licht, Rtt Am Bär, Düsentrieb, Oku-lar und Uri; Farbe und teilweisen Bodenbelag, Rt Tapeto; Atzung und Labung für die Fronarbeiter organisierten die Rtt Reim-di und G-Dur A-Moll.

Der Aufwand für den Umbau hat trotz sehr vieler Eigenleistungen ca. 73.000 Euro verschlungen.

Viele Reyche, viele Sassen aus dem eigenen, aber auch anderen Reychen haben gespendet. Der Storchenritter-Orden und einzelne Storchenritter haben eine sehr beachtliche Summe zusammengebracht, so lief es auch mit der Finanzierung gut. Planmäßig konnten wir die Burgweihe in der ersten Sippung am Beginn der Winterung a.U. 140 vornehmen und sippen seither fröhlich in einer, wie wir glauben, der schönsten Burgen des Uhuversums.

Zum Sippungsgeschehen: Zahlreiche Einritte verzeichnen immer wieder unsere traditionellen Groß- Sippungen. Die Storchensippung am Samstag vor der Bastafeier, seit a.U. 97. Die Sauschädelsippung im Eismond, seit a.U. 100. Die Martini Sippung im Windmond, seit a.U. 97. Dazu noch die „Jägersippung” gestaltet von des Reyches Waidmännern. Die Sippung der „Blauen Blume" und schließlich die zweijährig stattfindende Sippung des Regimentes der „Ganz blauen Dragoner zu Kismarton” seit a.U. 120. Am 3.12. a.U. 148 konnten wir in unserer neuen Burg die 2.000 Sippung unseres Reyches feiern.

In den letzten Jahrungen haben wir das Sippungsgeschehen erweitert. Zur Martini Sippung wurde ein Ausrittorden, der "Ehrenganauser Orden" neu aufgelegt,der sehr gut angenommen wird. Und seit anno Uhui 162 wird als erste Sippung der Winterung Ende Herbstmond die "Freibeuter Sippung" auf einem Schiff am Neusiedler See celebriert.

Als das östlichste Reych im westlichen Uhuversum bemühen wir uns sehr, schlaraffische Tradition weiterhin zu pflegen. Die Vielzahl der Einritte zu unseren Sippungen beweist, dass uns das auch gelingt.